GxP-Audit - unabhängige Prüfung von Prozessen, Systemen und Lieferanten
QFINITY · Service · Audit & Lieferantenbewertung

GxP-Audit & Lieferantenbewertung - Sicherheit durch unabhängige Prüfung.

Ein Audit zeigt Ihnen, worauf Sie bauen können - und macht die Dokumentation Ihres Lieferanten zu einem Teil Ihrer Nachweiskette statt zu einem zweiten Stapel Arbeit. Bewertet wird jeder Lieferant - wie tief, entscheidet das Risiko: Beim Standardsystem kann eine begründete Bewertung ohne Audit genügen, beim kritischen Partner ist ein Auditor bis zu einer Woche vor Ort.

Was ist ein Audit?

Vertrauen auf belastbarer Grundlage.

In Qualifizierung und Validierung stützen Sie sich auf Aktivitäten und Dokumente Ihrer Lieferanten. Damit dieses Vertrauen trägt, braucht es drei Dinge - fehlt eines, trägt das Ergebnis nicht.

Objektive Nachweise

Belegte Fakten statt Selbstauskunft. Was niemand zeigen kann, zählt nicht.

Dokumentiert

Prüfbar statt erinnert - auch noch in der Inspektion in zwei Jahren.

Auditkriterien

Der Maßstab steht vorher fest. Wer erst hinterher misst, misst sich selbst.

Ein Audit dient dem Aufbau von Vertrauen. Es schafft die Grundlage, auf der Sie der Arbeit Ihres Lieferanten vertrauen können - initial bei der Auswahl, kontinuierlich im Betrieb. Stützt sich dieses Vertrauen auf dokumentierte Nachweise, wird die Lieferantendokumentation Teil Ihrer Nachweiskette, statt dass die vollständige Dokumentation neu erstellt werden muss. Bei nachweislich guten Lieferanten senkt das Ihren Aufwand - nicht, weil weniger nachgewiesen würde, sondern weil die vorhandenen Nachweise verwendet werden dürfen. Annex 11 nennt Kompetenz und Zuverlässigkeit des Lieferanten als Schlüsselfaktoren bei der Auswahl - und macht den Auditbedarf von einer Risikobewertung abhängig.

GxP-Audit Lieferantenaudit Vor-Ort-Audit Remote-Audit Postalisches Audit GMP
Systematischer, unabhängiger und dokumentierter Prozess zum Erlangen von objektiven Nachweisen und zu deren objektiver Auswertung, um zu bestimmen, inwieweit Auditkriterien erfüllt sind.Nach ISO 19011
Verfahren

Nach welchem Verfahren wird auditiert?

Die Regularien sagen, dass auditiert wird. Wie ein Audit abzulaufen hat, sagen sie so gut wie nicht - das Verfahren muss jemand mitbringen. Dafür gibt es drei legitime Antworten, und welche gilt, bestimmen Sie:

Nach unserem Verfahren

Unsere Audit-SOP - ISO-19011-basiert, anwendbar auf Managementsysteme in GMP-, GCP- und GLP-Umgebungen ebenso wie auf IT-Systeme in GxP-Prozessen. Sie bringt Auditagenda und Berichtsvorlage mit. Der Regelfall, wenn Sie kein eigenes Verfahren haben oder es nicht binden wollen.

Nach Ihrem Verfahren

Sie geben Ihre SOP vor, wir auditieren danach - Ihr Prozess, Ihre Vorlagen, Ihre Bewertungslogik. Unsere SOP tritt nur dort ergänzend ein, wo Ihre einen Punkt nicht abdeckt. Der Bericht fügt sich ohne Bruch in Ihr QM-System.

Wir erstellen Ihr Verfahren

Ihnen fehlt noch eines - für ein einzelnes Audit oder gleich für ein ganzes Auditprogramm? Wir erstellen Ihre SOP oder Ihr Auditprogramm.

Auditprozess

Sechs Phasen von der Initiierung zur Nachverfolgung.

Jede Phase erzeugt nachvollziehbare Auditnachweise. Der Ablauf gilt unabhängig vom Auditmodus - postalisch, remote oder vor Ort:

  1. 1

    Initiierung

    Auditteam benennen, Kontakt zur auditierten Organisation herstellen - und die Machbarkeit prüfen: Eine frische Übernahme, abgewanderte Schlüsselpersonen oder eine laufende Behördeninspektion können ein Audit wertlos machen. Dann wird verschoben, nicht durchgezogen.

  2. 2

    Vorbereitung

    Einschätzung der Prozess- und Systemlandschaft - etwa über SOP- und Systemliste - nicht um Konformität festzustellen, sondern um Umfang und Aufwand zu bestimmen. Es entstehen die Auditagenda (vom Auftraggeber freizugeben) und die Arbeitsdokumente: Checklisten, Stichprobenplan, Dokumentenlog.

  3. 3

    Durchführung

    Eröffnungsgespräch, Interviews, Dokumenteneinsicht, Beobachtung vor Ort. Nur verifizierbare Information wird als Auditnachweis akzeptiert. Zum Eröffnungsgespräch erwarten wir die Geschäftsführung - die für das ganze Unternehmen sprechen kann, nicht nur für eine Abteilung.

  4. 4

    Mängel & Bewertung

    Nachweise werden gegen die Auditkriterien ausgewertet und eingestuft: kritisch, schwerwiegend, sonstige. Eine Pflicht zur Einstufung gibt es nicht - wir stufen trotzdem ein, und zwar in dem Raster, in dem ein Inspektor Ihre Mängel sehen würde: abgeleitet aus der Verfahrensanweisung "Inspektionsbericht GCP" der deutschen GCP-Inspektorate (ZLG) und dem Community-Format des EU GMP Inspektionsberichts. Abweichende Auffassungen werden vor dem Bericht ausgeräumt, nicht in ihn hineingetragen.

  5. 5

    Bericht & Abschluss

    Der Bericht hält fest, inwieweit die Kriterien erfüllt sind - belegt, eingestuft, nachvollziehbar. Dazu Stellungnahme der auditierten Organisation und auf Wunsch ein Auditzertifikat.

  6. 6

    CAPA & Nachverfolgung

    Korrigierende und vorbeugende Maßnahmen ableiten, Wirksamkeit nachhalten, bei Bedarf ein Folgeaudit ansetzen - damit aus einem Mangel eine geschlossene Schleife wird und nicht eine Zeile im nächsten Inspektionsbericht.

Wer auditiert

Ein Audit ist so gut wie der Mensch, der es führt.

Nicht ohne Grund widmet ISO 19011 der Kompetenz der Auditoren ein eigenes Kapitel: Fachwissen allein macht keinen Auditor. Was noch wichtig ist, legt unser Prozess fest:

Mindestens sechs Jahre im GxP-Fachgebiet - vor dem ersten Audit
Dokumentierte Ausbildung in Qualitätssicherung
Fragetechnik und Berichtshandwerk - beides lernt man nicht nebenbei
Standhaft, auch wenn das Ergebnis unbequem ist

Weiterbildung wird nachgewiesen, nicht behauptet: Wir bilden intern aus, begleiten mit Mentoring und schicken zu externen Trainings - und halten die Lebensläufe unserer Auditoren aktuell, damit Sie sehen, wer bei Ihnen prüft.

Was wir auditieren

Von Mock Audits bis zum KI-Anbieter.

Über einhundert Audits haben wir geführt - vom Mock Audit bis zum KI-Anbieter. Bewertet wird jeder Lieferant - auditiert nicht jeder. Die Bewertung ist die Kette, das Audit ein Glied darin. Bei einem verbreiteten Standardsystem mit geringem Risiko können Marktinformationen und die Auskünfte aus dem Beschaffungsprozess (RfI/RfP) ausreichen, festgehalten in einem Bewertungsdokument mit begründeter Entscheidung. Trägt das nicht, eskaliert die Form: postalisch, remote, vor Ort. Für IT- und Software-Lieferanten führen wir das auf der Seite IT-Lieferantenaudits im GxP-Umfeld vertieft aus.

  • Mock Audit

    Die Prüfung vor der Prüfung - Inspektionsvorbereitung im Vorgriff auf FDA und EMA.

  • Friendly Audit

    Auditiert zu werden ist eine Fähigkeit - und die lässt sich üben. Im Friendly Audit begleiten wir Ihre Leute mit Coaching statt Bewertung, solange es noch nichts kostet.

  • Internes Qualitätsaudit

    Ihr Auditprogramm, unsere Auditoren. Ein internes Audit bleibt intern, auch wenn wir es führen - ISO nennt es ein Erstparteien-Audit: durchgeführt von der Organisation selbst oder in ihrem Auftrag.

  • Lieferantenaudit

    Beurteilung von Software-Anbietern und Dienstleistern - vor der Beauftragung und im Betrieb.

  • Hosting-Partner (IaaS/PaaS)

    Rechenzentrums- und Plattformbetreiber, auf denen Ihre GxP-Systeme laufen - inklusive der Sub-Lieferanten dahinter.

  • Private-Cloud-Anbieter

    Große Software-Anbieter, die ihr Hosting in einer Private Cloud selbst erbringen - Anwendung und Betrieb in einer Hand, ein Audit. Etwa der Cloud-Anbieter eines Manufacturing Execution Systems (MES).

  • KI-Anbieter

    Anbieter mit eingebetteter KI - Modelldokumentation, Datentrennung, Drift-Monitoring, Sub-Anbieter.

  • Folgeaudit

    Wiederholungsaudit bei bereits auditierten Partnern - Nachverfolgung der Maßnahmen über die Zeit.

KI-Lieferanten

Zertifikate sind notwendig. Hinreichend sind sie nicht.

Zertifikate und Prüfberichte belegen, was geprüft wurde - ein SOC-2-Bericht etwa Sicherheit, Änderungs- und Zugriffskontrollen. Für Infrastruktur mag das genügen; die GxP-spezifischen Nachweise einer Anwendung - Spezifikation, Verifizierung, Betrieb - liegen außerhalb seiner Prüfkriterien, und die Verantwortung bleibt bei Ihnen. Welche Lücken dann bleiben, wissen wir aus erster Hand: Beim ISPE AI in Life Sciences Summit 2026 in Boston hat QFINITY den Workshop zur Zusammenarbeit mit KI-Anbietern geleitet - regulierte Unternehmen und Anbieter haben die typischen Lücken dort gemeinsam bewertet: Dealbreaker, behebbar oder vertretbares Risiko. Vier davon bleiben unsichtbar, bis jemand den Nachweis sehen will:

1
Dokumentation
Keine Model Card.
Intended Use, Leistungsverhalten, Umfang der Trainingsdaten, bekannte Grenzen - nichts davon dokumentiert. Damit fehlt die Grundlage für Ihre Validierungsstrategie und der Bezugspunkt, um Änderungen zu bewerten.
2
Prozess
Der Modell-Anbieter wurde nie bewertet.
Der Anbieter hinter dem Anbieter - der Betreiber des Sprachmodells aus der Cloud - taucht in keiner Lieferantenbewertung auf. Ihr Auditumfang endet nicht beim Vertragspartner. Er reicht so weit, wie Ihre Daten fließen.
3
Prozess
Modellwechsel ohne Ankündigung.
Neue Modellversion, angepasste Abfragelogik - ohne Vorlauf, ohne Mitteilung. In einer GxP-Umgebung ist das eine nicht genehmigte Änderung an einem validierten System. Der validierte Status Ihres Systems ist nicht mehr gegeben - und Sie wissen es nicht.
4
Daten & Verträge
Kein Auditrecht im Vertrag.
Ohne ausdrückliche Klausel darf der Anbieter jede Auditanfrage ablehnen - rechtmäßig. Ihre Pflicht zur Lieferantenaufsicht bleibt trotzdem bestehen. Das Recht gehört in den Vertrag, auch wenn Sie es selten nutzen.
Mehr Service von QFINITY

Prüfung wirkt im Zusammenspiel.

Mängel vermeiden, bevor die Inspektion kommt.

Wir setzen Ihr Audit auf - einzeln oder als Programm, nach Ihrem Verfahren oder unserem. Im Erstgespräch klären wir Umfang, Auditkriterien und Modus: postalisch, remote oder vor Ort.

Erstgespräch vereinbaren