Datenintegrität GCP - klinisches Prüflabor mit digitaler Probenspur - QFINITY
QFINITY · Dienstleistungsbereiche · Data Integrity (GCP)

Datenintegrität GCP-relevanter computergestützter Systeme.

An Systemen und Daten hängt beides zugleich: der Schutz der Teilnehmer klinischer Prüfungen und die Zuverlässigkeit der Studienergebnisse. ICH E6(R3) und die EMA-Guideline zu computergestützten Systemen setzen dafür den Maßstab - wir unterstützen Sponsoren, Prüfzentren, CROs und Softwareersteller bei der Umsetzung.

Good Clinical Practice

Prozessorientierung statt Technologie-Aktionismus.

Wir beraten in der klinischen Forschung und Entwicklung - und übersetzen die Anforderungen der EMA-Guideline, von ICH E6(R3) und der Verordnung (EU) 536/2014 in belastbare Prozesse und Qualitätsmanagement-Systeme.

Mit ICH E6(R3) ist Data Governance zur gemeinsamen Aufgabe von Sponsor und Prüfzentrum geworden; die EMA-Guideline konkretisiert, was Inspektoren von computergestützten Systemen und elektronischen Daten erwarten.

Mitverfasst von QFINITY.

Der methodische Anker, der ISPE GAMP Good Practice Guide "Validation and Compliance of Computerized GCP Systems and Data - Good eClinical Practice" (2. Auflage, Juli 2024), entstand mit QFINITY: Frank Henrichmann und Oliver Herrmann als Co-Leads, Jenny Gebhardt und Marcus Schwabedissen im Autorenteam. Oliver Herrmann leitete die ISPE GAMP R&D and Clinical Systems Special Interest Group (SIG).

ICH E6(R3) EMA-Guideline Data Governance ALCOA++ Quality by Design Data Acquisition Tools eSource Audit Trail Review
Teilnehmerschutz und zuverlässige Ergebnisse entstehen gemeinsam - durch prozessorientiertes Qualitätsmanagement, gelebte Data Governance und risikobasierten Technologieeinsatz.
eClinical-Technologien

Die Systemlandschaft der klinischen Forschung.

GCP-Systemlandschaften sind heterogen, vernetzt und global genutzt - ICH E6(R3) fasst die Erfassungswerkzeuge als Data Acquisition Tools zusammen, vom Papier-CRF bis zum Wearable - entstehen die Daten elektronisch am Ursprung, sind sie eSource. Wir betrachten jede Technologieklasse im Prozesskontext, nicht isoliert.

  • Data Acquisition Tools

    eCRF/EDC (Electronic Data Capture), Clinical Outcome Assessments (COA/ePRO) und weitere Erfassungswerkzeuge - der R3-Dachbegriff für alles, was Daten samt Metadaten vom Data Originator erfasst.

  • Digital Health Technologies

    Wearables und Sensoren als reguläre Datenquellen - Metadaten gehören zum Datensatz, ihr Verlust ist ein Integritätsverlust.

  • IRT / RTSM

    Interactive Response Technology und Randomization and Trial Supply Management: Randomisierung, Prüfpräparate-Logistik, Emergency Unblinding - getestet, mit Backup, vor der ersten Gabe verfügbar.

  • eConsent

    Elektronische Einwilligung, vor Ort oder remote - mit eigenen Anforderungen an Identität, Versionsstand und Nachweis.

  • EHR & Quellsysteme der Prüfzentren

    Electronic Health Records (EHR) und weitere vom Prüfzentrum eingesetzte Systeme werden bereits bei der Site-Auswahl auf fitness for purpose bewertet - Datensicherheit, User-Management, Audit Trails.

  • Safety & Pharmakovigilanz

    SAE-/SUSAR-Meldewege aus der Studie in die Safety-Datenbank - primär auf der Pharma-Seite verortet, im GCP-Kontext aber untrennbar: Schnittstellen, Reconciliation, Meldefristen.

  • CTMS & eTMF

    Studienmanagement und Trial Master File: der eTMF muss die Studie inspektionsfertig erzählen - vollständig, zeitnah, mit Audit Trail.

  • Service Provider im Verbund

    Contract Research Organizations (CROs), Labore, Plattform- und Softwareanbieter - die Verantwortung bleibt beim Sponsor; wir bewerten Prozesse und Werkzeuge auf Eignung.

Geteilte Verantwortung

Sponsor und Prüfzentrum tragen die Daten gemeinsam.

Das Herzstück der neuen GCP-Regelwerke: Data Governance ist geteilte Verantwortung über den gesamten Datenlebenszyklus. Der Sponsor verfügt nie allein über die erfassten Daten - und wer Aufgaben delegiert, bleibt verantwortlich.

  • Sponsor & Prüfzentrum

    Der Sponsor verantwortet Systeme und Prozesse der Studie, das Prüfzentrum seine Quelldaten - beide gemeinsam die Integrität über den Lebenszyklus.

  • No sole control

    Der Sponsor hat zu keinem Zeitpunkt alleinige Kontrolle; das Prüfzentrum hält eine unabhängige certified copy inklusive Audit Trail - über die gesamte Aufbewahrungsfrist.

  • Service-Provider-Oversight

    Delegation entbindet nicht: Oversight proportional zum Risiko, ausdrücklich auch für Subauftragnehmer - mit Audit-Recht und Inspektionszugang.

  • Agreements & Nachweise

    Verträge regeln Datenzugriff, Verantwortlichkeiten und Nachweise vor Leistungsbeginn - auf Anbieter-Nachweise verlässt man sich nur nach dokumentierter Bewertung.

Wir setzen diese Rollen mit Ihnen auf.

Als Teil unserer Beratungsleistung unterstützt QFINITY bei der Definition von Verantwortlichkeiten, Kontrollpunkten und Vertragsinhalten zwischen Sponsor, Prüfzentrum und Service Providern - bevor ein Inspektor danach fragt. Und wir prüfen sie in der Praxis: mit Lieferanten- und CRO-Audits, von der eClinical-Plattform bis zum SaaS-/Cloud-Anbieter.

End-to-End-Validierung

Hochkomplexe Plattformen, gezielt validiert.

Statt jedes Modul pauschal zu dokumentieren, folgen wir dem Datenfluss durch die eClinical Platform - von der Erfassung über die Schnittstellen bis zur Auswertung. ICH E6(R3) verlangt risikobasierte Verhältnismäßigkeit; wie sie praktisch gelingt, zeigt der ISPE GAMP eClinical Good Practice Guide - bewährte Methodik, keine Vorschrift: Aufwand nach Intended Use, Datenkritikalität und dem Einfluss auf den Schutz der Studienteilnehmer und die Zuverlässigkeit der Studienergebnisse.

  • Datenfluss- und Datenintegritätsanalyse als Grundlage der Validierungsstrategie
  • Studienspezifische Konfiguration und Customizing als eigener Verifikationsgegenstand
  • Schnittstellen und Datentransfers werden verifiziert - End-to-End entlang des klinischen Datenlebenszyklus
End-to-End-Validierung hochkomplexer eClinical-Plattformen in der klinischen Forschung
Aus der Praxis.

Wie eine solche Validierung konkret abläuft, zeigen zwei Fallstudien: die Implementierung eines Investigator-Notification-Systems - Safety-Benachrichtigung, durchgängig validiert - und die Ablösung einer Drug-Safety-Lösung mit Pharmakovigilanz und E2B.

Vorgehen

Der Weg zur validierten Systemlandschaft.

Risikobasiert und prozessorientiert - so wird selbst eine hochkomplexe eClinical-Umgebung ressourcenschonend validiert. Und bleibt es: über Betrieb, Migration und Außerbetriebnahme hinweg.

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    Prozess- und Datenflussanalyse

    Aufnahme der GCP-relevanten Prozesse und Systeme, Kartierung des Datenflusses vom Quelldatum bis zur Auswertung - samt Schnittstellen und Datenkritikalität.

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    Anbieterbewertung & Agreements

    Bewertung und Auswahl der Service Provider, Vereinbarungen vor Leistungsbeginn - Datenzugriff, Audit-Recht, Subauftragnehmer.

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    Risikobewertung & Validierungsstrategie

    Risiken für die Studienteilnehmer und die Datenintegrität bestimmen Umfang und Tiefe der Validierung - skaliert auf das tatsächliche Risiko statt pauschaler Dokumentation.

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    End-to-End-Verifikation

    Standardfunktionen, studienspezifische Konfiguration und Schnittstellen werden entlang des Datenlebenszyklus verifiziert - rückverfolgbar bis zur Anforderung.

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    Betrieb & Reviews

    Change Control, Periodic Review und User-/Access-Management erhalten den validierten Zustand; der Audit Trail Review läuft als geplante, risikobasierte Aktivität mit.

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    Migration & Außerbetriebnahme

    Migration über einen validierten Prozess mit Reconciliation, Archivierung schreibgeschützt, Decommissioning mit certified copy und definiertem Recommissioning-Pfad, falls Daten wieder im System bereitstehen müssen - dynamische Daten bleiben dynamisch auswertbar.

ALCOA++ in der klinischen Forschung

Was die zehn Kriterien im GCP-Kontext bedeuten.

ALCOA++ ist die GxP-Konvention für Datenintegrität: Die EMA-Guideline nutzt genau diese Attribute, ICH E6(R3) verlangt sie der Sache nach - Sicherheit und Verlässlichkeit der Daten kommen als Data-Governance-Aspekt hinzu, nicht als elftes Kriterium.

KriteriumGruppeIm GCP-Kontext
AttributableALCOAJeder Eintrag ist Person, Prüfzentrum und Zeitpunkt zuordenbar - bei Gerätedaten dem System oder Device als Data Originator.
LegibleALCOAStudiendaten bleiben über die gesamte Aufbewahrungsfrist lesbar - Kompression oder Verschlüsselung müssen vollständig umkehrbar sein.
ContemporaneousALCOADie Erfassung erfolgt zeitnah zur Visite oder Messung, nicht nachträglich.
OriginalALCOASource Records bleiben erhalten - als Erstaufzeichnung (elektronisch erfasst: eSource) oder certified copy; dynamische Daten bleiben dynamisch auswertbar.
AccurateALCOAKlinische Daten sind korrekt; Edit Checks und Source Data Verification sichern dies ab.
Complete+Alle Visiten, Queries, Metadaten und der Audit Trail des EDC sind vorhanden.
Consistent+Aufzeichnungen sind über Prüfzentren und Systeme hinweg chronologisch und widerspruchsfrei.
Enduring+Studiendaten bleiben im GCP-konformen Archiv über die Aufbewahrungsfrist beständig.
Available+Daten sind für Monitoring, Audit und Inspektion jederzeit zugänglich.
Traceable++Jede Änderung am Datensatz ist über den Audit Trail lückenlos rückverfolgbar.
Der Maßstab der Inspektoren

Klinische Daten, deren Integrität Sie nachweisen können.

Der Maßstab ist klar: die EMA-Guideline zu computergestützten Systemen, verankert in EudraLex Vol. 10 und global harmonisiert durch ICH E6(R3). Inspektoren erwarten direkten Lesezugriff auf Systeme, Daten und Audit Trails - auch nach der Außerbetriebnahme. An genau diesem Maßstab prüfen wir - mit der Methodik, die QFINITY im ISPE GAMP eClinical Good Practice Guide mitdefiniert hat.

EMA-Guideline (seit 09/2023) EudraLex Vol. 10 Annex III ICH E6(R3) PIC/S PI 011 Direct read-only Access Certified Copy
Unser Service

Good Clinical Practice, operativ unterstützt.

Beratung zu Data Governance und Datenintegrität GCP-relevanter Systeme
Aufbau und Optimierung von Qualitätsmanagement-Systemen (QMS)
Risikobasierte Validierungsstrategien nach ISPE GAMP eClinical Good Practice Guide
Durchführung von Datenfluss- und Datenintegritätsanalysen
Beratung zu Datenintegrität und Governance von Real-World Data / Real-World Evidence (RWD/RWE)
Audit-Trail-Review-Konzepte: geplant, risikobasiert, dokumentiert
Rollen- und Kontrollmodelle: no sole control, certified copies
Service-Provider-Oversight: Agreements, Lieferantenbeurteilung, Toolauswahl
Lieferanten- und Service-Provider-Audits: CROs, Softwareersteller, SaaS-/Cloud-Anbieter - auch vor Ort
User- und Access-Management: Least Privilege, Funktionstrennung
eConsent-Prozessdesign
Blinding- und Unblinding-Governance
Elektronische Signaturen: Konzepte nach eIDAS und Part 11
Backup- und Restore-Tests, IT-Security-Anforderungen
Migrationsplanung und -konzepte inkl. Reconciliation
Decommissioning- und Aufbewahrungsstrategien
Trainings, Workshops und operative Unterstützung bei Validierungsaktivitäten
Mehr aus den Dienstleistungsbereichen

Datenintegrität hat viele Kontexte.

Ihre eClinical-Systemlandschaft, inspektionssicher validiert.

Wir entwickeln mit Ihnen eine risikobasierte End-to-End-Validierungsstrategie nach EMA-Guideline und ICH E6(R3) - von der Datenflussanalyse bis zur inspektionssicheren Verifikation. Der Start: ein kostenfreies Erstgespräch zu Ihrer Systemlandschaft - und zu der Frage, wo Handeln den größten Effekt auf Ihre Datenintegrität hat.

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